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13.03.2007

Neue HVV-Tarife: familienfreundlich und sozial gerecht

Der Senat hat heute beschlossen, die vom HVV beantragte Anhebung der HVV-Fahrpreise um durchschnittlich 3,5% und die ebenfalls beantragte Veränderung des Tarifsystems der Bürgerschaft zuzuleiten. Die neuen Preise sollen  ab  10. Juni 2007 im Bartarif und ab 1. Juli 2007 für Zeitkarten gelten. Durch die Mehreinnahmen ist es möglich, Familien und finanzschwachen Menschen die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zukünftig günstiger als bisher anzubieten. 

Staatsrat Gerhard Fuchs: „Ein gerechteres, familienfreundliches und sozialverträgliches Tarifsystem macht die öffentlichen Verkehrsmittel in Hamburg noch attraktiver. Davon profitieren nicht nur die Nutzer, sondern auch die Umwelt.“

Die neuen Tarife sind das Ergebnis intensiver Beratungen zwischen dem HVV, den Bürgerschaftsfraktionen und der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt.

Wichtigste Änderungen: 

Einführung eines Familienpasses
Hamburger Familien mit Kindern bis zum vollendeten 18. Lebensjahr erhalten auf alle HVV-Monatskarten und Abonnements einen Rabatt von 5 Euro  monatlich. Voraussetzung ist die Vorlage eines Familienpasses, der weitere Vergünstigungen im Kultur- und Freizeitbereich ermöglicht. Über alle Angebote des Familienpasses informiert die Behörde für Gesundheit und Soziales im Mai 2007.

Einführung einer Sozialkarte
Fahrgäste mit Wohnsitz in Hamburg, die Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II, SGB XII, Asylbewerberleistungsgesetz sowie verwandten Leistungsgesetzen haben, deren Höhe die Hilfe zum Lebensunterhalt nicht überschreitet, erhalten ebenfalls einen Rabatt von 5 Euro pro Monat auf Zeitfahrkarten.

Einführung einer Kurzstreckenfahrkarte
Innerhalb des Großbereichs Hamburg wird eine Kurzstreckenfahrkarte für 1,30 Euro eingeführt, gültig für eine Strecke von bis zu etwa zweieinhalb Kilometern. Gegenüber dem bisherigen Fahrpreis von 1,55 Euro bedeutet dies eine Ersparnis von 16%. Beispiel für eine Kurzstrecke: Hauptbahnhof – Mundsburg.

Änderung von Zahlgrenzen
Einzelne Strecken, die bisher im Vergleich zu anderen gleichlangen Strecken zu teuer sind, werden durch Verlagerung von Zahlgrenzen günstiger. Beispiel: Der Fahrpreis für die U-Bahn-Strecke Kellinghusenstraße – Jungfernstieg wird statt heute 2,50 Euro künftig 1,65 Euro kosten, das bedeutet eine Ersparnis von 34%.