26.04.2007
Ab sofort bietet der HVV im Rahmen eines Pilotprojekts zusammen mit weiteren zehn Nahverkehrsregionen den Fahrkartenkauf per Handy an.
Jetzt können HVV-Fahrgäste die gebräuchlichsten Einzel- und Tageskarten mit ihrem Handy kaufen. Und dies nicht nur für den Großbereich Hamburg, sondern auch für die Regionen Chemnitz, Dresden, Düsseldorf, Essen, Lübeck, Nürnberg, Oberlausitz-Niederschlesien, Ulm, Vogtland und Wuppertal. So kann bei einer Reise in andere Tarifgebiete das Ticket bequem schon vor Erreichen des Zielortes gekauft werden.
„Bei unserer Entscheidung für ein Handyticket-Modell war uns vor allem die Verknüpfung mit anderen Nahverkehrsregionen wichtig“, betont Lutz Aigner, Geschäftsführer des HVV. „So können wir sowohl unseren heimischen Gelegenheitskunden als auch den Hamburg-Besuchern die HVV-Nutzung erleichtern. Sogar für unsere Zeitkartenkunden ist das Handyticket interessant, wenn sie in andere Regionen reisen.“
Die Handytickets des HVV
Der Hamburger Verkehrsverbund bietet zunächst innerhalb des Großbereichs Hamburg folgende Karten per Handy an:
In Hamburg ist das Handyticket-Verfahren zudem mit der elektronischen Fahrplanauskunft verknüpft: So kann man über die Eingabe des Start- und Zielortes nicht nur die Fahrplanauskunft, sondern auch die Auskunft über die erforderliche Fahrkarte erhalten und sie gleich lösen.
Die Anmeldung zur Teilnahme am Handyticket-Verfahren erfolgt für die Kundinnen und Kunden des HVV über die Internetseite: www.hvv.de.
Nach dieser Anmeldung können dann auch Tickets für die anderen zehn Regionen erworben werden.
Für den Ticketkauf per Handy werden dem Fahrgast von den am Projekt beteiligten Verkehrsverbünden und Verkehrsunternehmen keine Kosten berechnet. Es fallen lediglich die üblichen Gebühren der Handynetzanbieter an, wobei die Abrechnung auf Basis der übertragenen Datenmenge – für ein HandyTicket etwa 4 Kilobyte – und nicht nach der Nutzungsdauer des Internets erfolgt.
Warum beteiligt sich der HVV am „HandyTicket“-Projekt?
Nicht nur für die ständig wachsende Zahl der Hamburg-Touristen ist das Handyticket interessant, sondern gerade auch für die heimischen Gelegenheitsnutzer des HVV. Da es im HVV keine Mehrfahrtenkarten gibt, kaufen viele Fahrgäste regelmäßig Einzelkarten: Etwa 200.000 HVV-Kunden lösen zwei- bis dreimal pro Woche Einzelkarten. Diese Kunden können nun bequem vor Fahrtantritt ihr Ticket per Handy kaufen und sich ein eventuelles Anstehen am Fahrkartenautomaten und Kleingeldsuche ganz ersparen.
Durch die Verknüpfung der Handyticket-Anwendung mit der Fahrplanauskunft des HVV wird Fahrgästen auch ohne Kenntnisse des HVV-Tarifs der Fahrkartenkauf leicht gemacht: Die für die Strecke benötigte Fahrkarte wird im Telefondisplay angezeigt und kann gleich gelöst werden.
Mit dem Handyticket geht der HVV den ersten Schritt zu einem elektronischen Ticketing auf der Basis des vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) entwickelten einheitlichen technischen Standards. Die Elemente Information und Ticketverkauf wachsen zusammen und helfen auf diese Weise, die Hemmschwelle zur Nutzung des oft als kompliziert empfundenen Nahverkehrssystems zu senken. Wie die Fahrgäste das neue Angebot annehmen und welche Verbesserungen möglich sind, soll die zweijährige Pilotphase zeigen.
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