24.05.2007
Die im Dezember 2004 erfolgte Ausweitung des Hamburger Verkehrsverbundes auf die Gebiete der Landkreise Stade, Harburg und Lüneburg ist ein voller Erfolg geworden: Etwa 50.000 Bürgerinnen und Bürger fahren seitdem häufiger mit öffentlichen Verkehrsmitteln; etwa 5.000 neue Stammkunden hat der HVV in den drei Kreisen hinzugewonnen. Dies ist das wichtigste Ergebnis einer Ende 2006 durchgeführten, repräsentativen Befragung, deren Auswertung jetzt vorliegt.
Der Zuwachs ergibt sich durch 7 Prozent Neukunden sowie 8 Prozent Altkunden, die jetzt häufiger die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Der Anteil der Nicht-Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs in den drei Landkreisen konnte damit insgesamt um 5 Prozent verringert werden.
Im Großen und Ganzen sind die Ergebnisse in den einzelnen Kreisen ähnlich, wobei der Landkreis Lüneburg mit 8 Prozent gewonnenen Neukunden und 10 Prozent häufiger fahrenden Altkunden die höchsten Zuwachsraten zu verzeichnen hat.
Weitere Ergebnisse der Befragung:
90 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind über die Verbunderweiterung informiert. Die Einbeziehung der Kreise in den HVV wird überwiegend positiv bewertet. Auf einer Notenskala von 1 (sehr gut) bis 6 (sehr schlecht) ergab sich aus den Antworten aller Befragten die Durchschnittsnote 2,4. Knapp 60 Prozent der Antworten entfielen auf die Noten „Sehr gut“ oder „Gut“.
Vor allem die Vereinfachung der Fahrkartennutzung wird als Verbesserung anerkannt. Etwa jede zweite befragte Person hat dies angegeben. Weitere Verbesserungen wurden im Preis-/Leistungsverhältnis und in den Schienenverbindungen nach Hamburg gesehen.
Über 40 Prozent der Befragten sehen die Qualität des öffentlichen Nahverkehrs in den hinzugekommenen Gebieten insgesamt als verbessert an.
Das Land Niedersachsen, die drei ins HVV-Gebiet aufgenommenen Kreise und die Freie und Hansestadt Hamburg sehen die Untersuchungsergebnisse als Bestätigung ihrer Bemühungen um einen zeitgemäßen, integrierten Nahverkehr. Durch das HVV-Prinzip „Ein Tarif, ein Fahrschein, ein Fahrplan“ wird den Fahrgästen die Nutzung von Bussen und Bahnen leichter gemacht und eine attraktive Alternative zum Auto geboten.
Die Untersuchung wurde von Infas, Bonn, in Form einer repräsentativen telefonischen Befragung der Bevölkerung ab 16 Jahren in den Landkreisen Stade, Harburg und Lüneburg durchgeführt.